Der Nussknacker
Kein Ballett gehört so sehr zur Festzeit wie der Nussknacker von Pjotr Tschaikowsky. Es ist ein russisches Werk mit deutscher Vorlage und steht zum Jahresende auf den Spielplänen vieler Bühnen, in Russland ebenso wie in Deutschland.

Die Geschichte
Die Vorlage stammt von E. T. A. Hoffmann: „Nussknacker und Mausekönig“ erschien 1816. Tschaikowsky kannte sie in der französischen Nacherzählung von Alexandre Dumas. In der Nacht der Bescherung erwacht ein Nussknacker zum Leben, besiegt den Mausekönig und führt das Mädchen Marie, in vielen Fassungen Clara oder Mascha genannt, in ein Reich der Süßigkeiten.
Die Uraufführung
Das Ballett wurde am 18. Dezember 1892 im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt. Die Choreografie begann Marius Petipa, sein Assistent Lew Iwanow vollendete sie, als Petipa erkrankte.
Die Musik
Viele Stücke kennt man, ohne das Ballett gesehen zu haben: den Tanz der Zuckerfee, den Blumenwalzer oder den Marsch. Für die Zuckerfee setzte Tschaikowsky die Celesta ein, ein damals neues Tasteninstrument mit glockenhellem Klang.
Am Bolschoi
Am Bolschoi-Theater in Moskau wird eine Fassung des Choreografen Juri Grigorowitsch getanzt. Sie gehört zu den bekanntesten Inszenierungen des Balletts.
In Deutschland
Auch hierzulande spielen zahlreiche Opern- und Ballettbühnen den Nussknacker in der Weihnachts- und Neujahrszeit. Wer das russische Neujahr zu Hause feiert, findet in der Musik eine passende Begleitung. Mehr unter Zu Hause feiern.