Moskau zum Jahreswechsel
Das Bild vom Roten Platz in der Silvesternacht, voller Menschen, über ihnen das Feuerwerk und die Basilius-Kathedrale, gehört der Vergangenheit an. Die Festbeleuchtung ist geblieben, die große Feier nicht.

Der Platz ist in der Silvesternacht gesperrt
In jeder Silvesternacht seit dem Jahreswechsel 2020/21 war der Rote Platz für Besucher gesperrt, zuletzt vom frühen Abend bis zum Morgen des 1. Januar. Schon in den Jahren davor war der Zugang zeitweise eingeschränkt, weil das Fernsehen dort Neujahrsshows aufzeichnete. Die Silvesterfeier mit Tausenden auf dem Platz, die viele von Fotos kennen, gibt es seit Jahren nicht mehr.
Kein offizielles Feuerwerk
Seit dem Jahreswechsel 2022/23 hat Moskau kein offizielles Silvesterfeuerwerk mehr gezündet, vier Jahre in Folge. Auch viele andere russische Städte haben zuletzt darauf verzichtet.

Was geblieben ist
Die Beleuchtung. Straßen und Plätze im Zentrum sind im Winter festlich geschmückt, mit Lichterbögen, beleuchteten Figuren und Tannen.
Die GUM-Eisbahn. Vor dem Kaufhaus GUM am Roten Platz gibt es seit vielen Jahren im Winter eine Eisbahn.
„Reise ins Weihnachten“. Das städtische Winterfestival mit Märkten, Eisbahnen und Programm läuft seit dem Winter 2013/14, zuletzt an rund 35 Orten der Stadt.
Die Kreml-Jolka
Das bekannteste Neujahrsfest für Kinder ist die Kreml-Jolka. Im Staatlichen Kremlpalast mit knapp 6.000 Plätzen führen Ded Moros und Snegurotschka ein Neujahrsmärchen auf, und jedes Kind bekommt eine Geschenktüte. Zu Sowjetzeiten war eine Einladung eine Auszeichnung für gute Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Land.
Menschenmengen meiden
Das Auswärtige Amt rät Reisenden in Russland ausdrücklich: „Meiden Sie Menschenansammlungen – auch im Umfeld von Feiertagen – weiträumig.“ Mehr unter Reisehinweise.
